2009 wurde der Garten von Schloss Philippsburg nach Originalvorlagen an ursprünglicher Stelle rekonstruiert und ist einer der ältesten Schlossgärten in Rheinland-Pfalz. Schloss Philippsburg wurde 1568–71 am südlichen Ortsende am Rhein erbaut. Heute ist hier u. a. das Europäische Burgeninstitut – Einrichtung der Deutschen Burgenvereinigung e.V. untergebracht. Der Garten hat Beeteinteilung jeweils mit sechs quadratischen Beeten, wie sie in der Renaissancezeit üblich waren. Dazwischen finden sich Wege mit zwei Springbrunnen in der Mitte. Schmale Zierwege aus weißem Kies gliedern die mit Buchs eingefassten Beete, die jahreszeitlich unterschiedlich blühen. Beide Beettypen bestehen aus je vier Teilen mit gleicher Bepflanzung (Kräuter-, Nutz- und Zierpflanzen), die noch an die Küchengärten des Mittelalters erinnern, z. B. Heiligenkraut, Schwertlilie, Römische Kamille, Polster-Majoran und Akelei sowie Feder-Nelke, Weinraute, Küchensalbei, Madonnenlilie und Blutstorchschnabel. Sitzbänke in den Mauernischen laden zum Entspannen ein.